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Nina Hagen macht verrückte Dinge

Hier das Video:

Die Fehlersuche ergibt:

  • Ein Paar tanzt ganz friedlich und geordnet nackt auf der Straße. Es gefährdet weder sich noch andere. Dennoch kommt es zwangsweise in die Psychiatrie. (Nein, man kann nur dann zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen werden, wenn eine bedeutende Eigen- oder Fremdgefährdung sowie eine schwere psychiatrische Erkrankung vorliegen. Anders sein ist kein Grund. Nackt sein auch nicht. Tanzen auch nicht.)
  • Ein Psychiater erklärt, er möchte die beiden gerne da behalten. (Nein, das macht der Psychiater nur bei der eben genannten konkreten Gefährdung in Verbindung mit einer schweren psychischen Erkrankung. Und dann muss es ein unabhängiger Richter entscheiden. Der Psychiater kann nur eine Unterbringung vorbereiten, bis nach spätestens 24 Stunden der Richter kommt und tatsächlich entscheidet)
  • Die beiden werden fixiert und zwangsmediziert. (Obwohl genau gar keine Gefahr von ihnen ausgeht. Fixierung und Zwangsmedikation sind nur dann angezeigt, wenn eine erhebliche Gefahr nicht anders abgewendet werden kann.)
  • Dies alles könne man durch die “Patverfü” verhindern. In dieser steht, dass kein Psychiater einen untersuchen darf und schon gar keine Diagnose aus dem Kapitel F der ICD-10 stellen darf. Und so könne eine Zwangsbehandlung also vermieden werden. (Was natürlich nicht Teil einer Patientenverfügung sein kann. Es wäre auch schlimm, wenn ein kranker Mensch nicht von einem Arzt untersucht werden dürfte, und also nicht behandelt werden könnte. Das geht natürlich nicht.)

Diese Vorurteile und diese 70`er Jahre Ansichten sind es, die sehr viele Menschen immer noch daran hindern, eine psychiatrische Behandlung wahrzunehmen; auch Menschen, denen die Behandlung sehr helfen könnte. Und deshalb ist die Verunglimpfung der Psychiatrie nichts, was man stillschweigend hinnehmen kann; es schadet unseren Patienten und es schadet denen, die aufgrund eines solchen abschreckenden Bildes eine hilfreiche Behandlung nicht aufsuchen.

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35 Kommentare zu “Nina Hagen macht verrückte Dinge

  1. OK. Ich hatte eine akute Psychose mit positiver Symptomatik. Und konnte nicht gut rauskommen da ich die falschen Medikamente nahm. Diese hatten die Psychose erst ausgelöst. Normalerweise ging ich auch nicht in die Klinik, sondern kam zuhause wieder raus. Das war einfach so über die Jahre.

    Aber jetzt hatte ich einen Fehler gemacht. Ich lief, es war Sommer, nackt auf die Straße zu den Schrebergärten hoch. Es ist egal warum ich das tat. Ich tat es.

    Passanten riefen die Polizei, und ich landete das erste mal in meinem Leben auf der Geschlossenen. Ich wollte heim, bestand darauf, wurde sauer, und schlug in meiner Verzweiflung mit der flachen Hand auf die Wand gleich neben mir, ich war eingesperrt, ich wollte das nicht.

    Man hatte mir eröffnet das ich mind. für 7 Tage blieben würde, es würde eine Richterbeschluss geben.

    Als ich mit der Hand gegen die Wand neben mir gehauen hatte sollte ich mich auf einm Bett legen man wollte mich fixieren, ich wollte das nicht, es stürtzten aus dem Schwesterzimmer insgesamt 5 Leute auf mich drauf und fixierten mich, es gab auch eine Spritze, danach ist Dämmerzustand, aber ich weiß das ich halb nackt lag, nur einen Kittel über der stellenweise wegrutschte so dass Bauch und Brüste frei lagen, zeitweise war mein Bett auf den Flur, wo noch andere fixierte waren, dort als auch im Zimmer waren auch Besucher, so wie dann auch meine Schwester die mich dort fand und mein Partner als auch mein Vater die mich so liegen sahen. Alles ist dämmerig und dennoch da, und was ich auch nie vergessen werde ist das ich notgedrungen ins Bett urinierte, ich hatte zwar Bescheid gegeben und man schob mir eine Schale unter entfernte diese aber nach einer Weile ohne Ergebnis wieder, und im halb weggetretenen Zustand passierte dann das Malheur, ich blieb darin liegen bis die Fixierung am nächsten Tag beendet wurde.

    Ich weiß noch, als sich die 5 Leute auf mich stürzten habe ich mich mit Händen und Füßen gewehrt, sie mussten ich tragen an allen 4 Extremitäten, und ich rief, das dürfen Sie nicht, dafür benötigen sie einen Richterbeschluss, aber der Oberarzt, er war dabei, sagte nur: den kriegen wir schon, machen Sie sich da mal keine Sorgen.

    Als meine Fixierung gelöst war wurde wieder eine Frau von einer Streife gebracht. Sie war sehr alt, anscheinend beginnende Demenz, sie war im Morgenmantel auf der Straße aufgegriffen worden. Sie war eine sehr zarte, eher schüchterne Person, bestand aber darauf das sie nach Hause wolle, ich hörte sie im Flur im Eingangsbereich reden, sie wollte raus, nach Hause.

    Sie wurde bei mir auf dem Zimmer fixiert, natürlich viel ruhiger als bei mir, sie lege sich auf Aufforderung hin, und wurde festgeschnallt, so blieb sie dann bis zum nächsten Tag, wo dann auch ihre Verwandten kamen die sie dann wohl gefunden hatten.

    Auf dem Zimmer war noch eine Frau, sie war unruhig, hatte mich auch mehrfach angefasst. Sie war plötzlich auf fixiert, lag ziemlich entblöst, als mein Partner mich besuchen kam, er konnte ihr fast überall hinschauen.

    Ich kann gut kompensieren wenn ich eine Psychose habe, ich wurde nach 4 Tagen auf die offene verlegt, durfte aber wegen dem Richterbeschluss für 7 Tage dann das Krankenhaus nicht verlassen. Es ist eine allgemeine Klinik mit einer angeschlossenen Psychatrie. Da war auch am zweiten Tag jemand vom Amtsgericht bei mir und hat etwas gefragt aber ich habe da so gut wie keine Erinnerung wie der Beschluss zustande kam, man teilte mir aber mit ich sei Eigengefährdet weil ich nackt auf der Straße gewesen sei, das war kurz bevor ich fixiert wurde, ich konterte, es ging um meine Freiheit, das war mir bewußt, das es auch Nacktwanderer und Nacktradfahrer gibt, das wurde zwar bestätigt aber da ich klar ja auch sichtbar psychotisch war nützte mir das nun gar nichts.

    Nach den 7 Tagen musste ich trotzdem ich auf der offenen Station war und der Richterbeschluss abgelaufen war Überzeugungsarbeit leisten das ich heimkonnte, man wollte mich da behalten, mir war inzwischen klar geworden das ich eine Psychgose hatte, und trotz weiterhin anhaltender Postivsymptomatik wußte ich aus Erfahrung das ich das am besten Zuhause in meinen vertrauten vier Wänden ausklingen lassen, zudem konnte ich dort meine Medizin nehmen die mir half, diese hatte meine Schwester zwar in die Klinik gebracht aber das wurde ignoriert, und das Neuro das ich dort bekam wirkte überhaupt nicht.

    Nachdem ich zwei Ärzten Rede und Antwort gestanden hatte bekam ich irgendwann das OK das ich heimkönne. Ich hatte mich nicht getraut einfach zu gehen, zu groß die Furcht das mir der Versuch in einer Art ausgelegt wird der mich wieder auf die Geschlossene hätte bringen können.

    Das ganze ist 1 1/2 Jahre her, es hat etwa ein 3/4 Jahr gedauert bis ich nicht mehr regelmäßig beim einschlafen unwillkürlich an die Fixierung denkend in Tränen ausbrach.

    Ich weiß von engen Freunden, die zufälliger Weise mit Psychisch Kranken arbeiten, das dies was ich erlebte kein Einzelfall ist, und das es nicht nur das Kleinstadtkrankenhaus angeht, sondern das mittlerweile auch unsere große Landesnervenklinik weit mehr fixiert als früher.

    Ich möchte soetwas nie mehr erleben.

    Ich kenne den Verein nicht für den Nina Hagen da eintritt, das ist mir auch nicht wichtig. Aber das Video ist, sofern eine Beeinträchtigung vorliegt, nicht so kategorisch von der Hand zu weisen. Leider.

    Danke fürs Lesen. Ich habe das jetzt nach dieser ganzen Zeit das erste mal geschafft es niederzuschreiben, und hoffe das ich nicht irgendwie doch angetriggert bin, aber nur Übung machts und mitten rein.

    Heike

  2. Das Video, ich seh das wirklich anders, ich interpretierte es auch anders, und wie gesagt, mir ist dieser Verein wirklich egal:

    Der Film vermittelt für mein Dafürhalten gerade durch den Kunstgriff, mehr oder weniger normale ( ok, was ist normal ) Menschen, die halt etwas für andere Normale scheinbar verrücktes machen, in die Psychatrie einfahren zu lassen, damit wird für einen normalen Menschen DAS greifbar, weil es aus seiner Lebensperspektive dargestellt ist,

    was mir widerfahren ist.
    Alles was im Film passiert ist mir passiert, zufälliger Weise auch durch Nacktheit in der Öffentlichkeit. Ich habe Nein gesagt, ich wollte heim, ich wollte keine Spritze, ich wollte keine Fixierung, die ich bekam weil ich eine Regung zeigte die meinen Ärger und meine Verzweiflung anzeigte, aber ich habe niemanden angegriffen noch mich selbst verletzt, man hat mich einfach ruhig gestellt, Klappe zu, Affe tot, und basta.

    Ich habe in meinem 47 jährigen Leben viel Gewalt erlebt, früher in der Familie, später durch einen Ehemann, aber dieses was mir hier wiederfahren ist hat meine Integrität auf einer nachhaltigeren Ebene verletzt als alles vorangegangene, ich habe mich gewehrt nach besten Wissen und Gewissenm, aus meinem tiefsten Wesen heraus, Psychose hin, Psychose her, das war ich und niemand anderes, ich würde regelrecht überwältigt, und bei aller Gewalt. wie gesagt, die ich schon erlebt habe, nie habe ich mich soo ohnmächtig gefühlt wie bei dieser Fixierung, und so gedemütigt in meiner Blöße vor fremden Menschen.

    Bei mir sind Psychosen nur substanzbedingt, die beschriebene hätte gar nicht mehr passieren dürfen, ich denke das ich mittlerweile da sicher bin und nichts mehr geschieht, es gibt halt keine Experimente mehr mit Medikamenten, das ich so auf ein AD reagieren könnte, es war Trevilor, hat niemand ahnen können.
    Das noch als Nachtrag zu mir. Ich lehne auch die Psychatrie nicht ab, und bin auch kein Vertreter einer Antipsychatriebewegung.

    Jedoch ganz so einfach ist es nicht, es passieren immer wieder solche Dinge wie mir geschehen sind.

    Bis hierhin sollte alles jetzt geschrieben sein zu dem Video und wie man das auch sehen kann,
    Heike

  3. Da die auf das Patientenverfügungsgesetz §1901a BGB beruhende Patientenverfügung mit integrierter Vorsorgevollmacht (§1901 c BGB) namens PatVerfü ausdrücklich jegliche psychiatrische Untersuchung und (damit) Entstehung psychiatrischer “Diagnose” untersagt, so können die Verfasser dieser Verfügung damit sämtlichen psychiatrischen Zwangsmaßnahmen rechtswirksam vorbeugen, d.h. verbieten: Das betrifft selbstverständlich auch die zwangsweise Unterbringung (und Zwangsbehandlung) nach den psychiatrischen Landesgesetzen (PsychKG/Unterbringungsgesetz/Freiheitsentziehungsgesetz), deren gesetzliche Voraussetzung eine angebliche “Selbst-oder Fremdgefährdung aufgrund psychischer Krankheit” ist. Ein psychiatrisches Gutachten mit solch einer “Diagnose” ist aber mit PatVerfü ebenso unmöglich zu erstellen wie ein psychiatrisches Gutachten, welches vor Gericht zu einer Entmündigung durch ungewollte Bestellung einer “Betreuung” genannten Vormundschaft führen würde.
    Wer sich über diese Möglichkeit, die uns das für in Bezug auf die Einhaltung der Grundrechte so fortschrittliche Patientenverfügungsgesetz informieren möchte, kann sich auf den Internetseiten der PatVerfü umsehen. Da ist deren Funktionsweise genauestens beschrieben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dipl.-Pol. Alice Halmi

  4. Jede Macht schmilzt einmal dahin, dieses unumstößliche Faktum quer durch alle Zeiten ist stets auch ein Ärgernis für der Macht Verhaftete, da hilft kein sich Winden und Klammer: That’s life!

    Es existiert keinerlei Anachronismus psychiatrischer Gewalt und psychiatrischen Zwanges bzw. bezgl. auf dieses Einerlei sich beziehende Androhung:

    Psychiatrischer Zwang war, ist und wird nie je irgendeiner historischen Epoche den Menschen angemessen.

    Psychiatrischer Zwang ist ein Armutszeugnis, das sich die Angehörigen psychiatrischer Systeme weltweit selbst ausstellen, peinlich ganz besonders in der heutigen Zeit und in unserem Land: Aus der Vergangenheit nichts gelernt?

    WIE wollen wir miteinander leben? Inklusiv? Uns mit Worten schmücken, deren Sinnschöpfung andere Menschen durch ihr gelebten Leben müselig erlitten haben? Oder den Inhalt dieser Worte, nämlich deren Sinn, leben ohne Ansehen der Person?

    Jede Person, die eine andere Person in der Psychiatrie fixiert, fixiert ihre eigene Angst.

    Jede Person, die das Bewusstsein einer anderen Person in der Psychiatrie mit Psychopharmaka gegen deren Willen lahmlegt, will das eigene Bewusstsein als das richtigere darstellen. Die zwangs”medikamentierte” Person hat die unterlegene zu sein.

    Dipl.-Psych. Angelika Pasanec
    Freie Universität Berlin

  5. adresse korrigiert

  6. Als grundsätzlich toleranter und pazifistischer Mensch kann ich dem natürlich nur zustimmen, dass keinem Menschen Gewalt angetan werden darf. ABER es entspricht eben nicht der Realität, dass Psychiatrie = Zwangsbehandlung und Gewalt bedeutet. Gegenbeispiele sind natürlich möglich und sollten so auch nicht auftreten – aber einen kompletten Teil der Krankenbehandlung zu verteufeln, hilft in meinen Augen wenig, sondern schadet viel mehr! Wer zählt die Menschen, die sich aufgrund solcher Hetze nicht Hilfe und Unterstützung suchen, sondern irgendwann an den Folgen ihrer psychischen Problematik versterben (Suizid, Anorexiepatientinnen,…), oder die Störung chronifiziert und die Menschen ein Leben lang unter immer schlimmer werdenden Symptomen leiden?
    Ich erlebe glücklicherweise, dass alle meine Patienten freiwillig zu mir kommen und habe auch in der Akutpsychiatrie nur selten das Gegenteil erleben müssen – dann gerechtfertigt und nie länger als notwendig.
    Und schlussendlich: wenn ich in meine Patientenverfügung schreibe, dass mich nie ein Onkologe untersuchen darf – bekomme ich dann nie Krebs?

  7. das ist eine Steilvorlage für mich:

    Onkologie.

    Wenn ich Krebs bekomme und die Behandlung verweigere wird das zwar mit Sicherheit nicht überall auf Gegenliebe stoßen, aber zwingen würde mich niemand zu einer Behandlung.

    Wenn ich nach bestem Wissen und Gewissen, weil ich kenne mich selbst am besten, auch besser als meine gute Psychaterin vor Ort, in Anwesenheit meiner geistigen Kräfte verfüge, das ich in Abwesenheit dieser Kräfte keine Behandlung in einem KKH will, warum wird dies dann zu einem Staatsakt entgegen der angenommenen Verfassung? Also warum wird das zu einer solchen Affaire..

    Aufklärung tut allemal Not, und von Einzelfällen was Zwangseinweisungen und Behandlungen angeht kann keine Rede sein. Solange ich niemanden oder mir selbst etwas tue habe ich das grundsätzliche Recht total irre durch die Gegend zu laufen.

    Das können aber andere nicht gut aushalten. Das Problem liegt also gar nicht bei mir.
    Sondern bei denjenigen, ob wohlmeinende Ärzte, oder wohlmeinende Angehörige, welche den Zustand des Erkrankten nicht aushalten.

    Weiter geht es dann mit Zwangsmaßnahmen, unter Umständen. Das kann nicht heißen das dies immer so wäre, das wäre verfehlt. Aber sie finden statt, und Aufklärung ist wichtig. Selbst wenn ich freiwillig auf eine geschlossene gehe komme ich erst wieder heraus wenn die Ärzte oder gar ein Richter dann ein OK geben.

    Es sind viele Dinge zu bedenken, und es besteht durchaus Handlungsbedarf in der zunehmenden Tendenz zur Fixierung, Medikamente zur Sedierung wurden auch früher schon verabreicht, aber Fixierungen nehmen zu . Besonders kritisch ist es wenn wie in meinem Falle alle Regeln gebrochen werden, von wegen alleinund abgeschirmt in ieinem Raum, mit Beisitzer zw mind engmaschiges Nachschauen, etc. Da ist die Praxis weit entfernt von, sich an Vorschriften zu halten.

    Aus Sorge, es könnten kranke Menschen sich nicht melden nun, von einer Hetze zu sprechen, auch weil es persönlich nicht gefällt was angesprochen wird, kann nicht zielführend sein. Das würde bedeuten dieses Thema auszublenden damit ein gewünschtes Ergebnis erzielt wird.
    Meines Erachtens kann das Ergebnis, das Menschen weniger Scheu haben den Arzt um Rat zu fragen, nur sein, das insgesamt mehr Transparenz herrscht.
    In den hellen als auch den dunklen Seiten der Psychatrie, das macht die Menschen mündig, wenn sie umfassend ausgewogen informiert sind, ein mündiger Mensch ist sicherer als einer der im dunkeln tappt was da nun in Punkto seelisch krank auf einen zukommen kann.

  8. Ich möchte doch mal ein Teil aus der Stellungnahme hier zitieren:
    “2. Bildet das, was der Film zeigt, die Realität ab?

    Seit der Psychiatriereform in Deutschland vor mehreren Jahrzehnten haben sich die Aufenthaltsdauern in psychiatrischen Krankenhäusern dramatisch verringert. Ein Aufenthalt dauert heute nicht Jahre, sondern für die meisten Patienten durchschnittlich 2-3 Wochen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der behandelten Fälle stetig zu.

    Ich habe mich sehr wohl gefragt, welche Verbesserungen denn nun erreicht wurden?
    Vom Anstaltsdenken in kleinere Unscheinbare Einrichtungen?
    Und diese 2-3 Wochen.. wird nicht evtl. verdrängt, das die Kosten eine Ursache sind?
    Und was wird also in diesen 2-3 Wochen gemacht?
    Sie stellen Menschen auf Medikamente ein.. Allein daran kann man erkennen, wie mechanisch das schon ist.. Einstellen.. Hauptsache es klappert nicht und die Festplatte, so wie einige das Gehirn auch schon einmal darstellten bekommt kein Headcrash.. oder..?
    Das nun die Verabreichten Medikamente ein Heilmittel sind.. steht evtl in Bunten Prospekten aber wohl nicht in den Unterlagen, die bezüglich solcher Studien in Akte P verschwinden. Eine Chronifizierung durch eben dieser dollen Chemischen Lobotomie Medikamente wurde mehrfach nachgewiesen, und das auch bei den Atypika.
    Wenn das nun keine Gewaltanwendung ist.. ..?!
    ..
    Freimütig wird nun auch klar dargestellt, das es sich um ein “Heil und Ordnungs System” handelt.
    Können Sie nun z.B. erklären warum zwar kürzere Aufenthalte seit dieser Reform? gibt aber die Zahl der zu behandelten Fälle zunimmt..?
    Wirtschaftlich Gedacht, würde es um Lehrstand der Zimmer gehen. Un würde Ich nun so rechen, wäre ein Aufenthalt der vorher 6 Wochen und länger dauerte natürlich ein Verlust.. alle 2-3 Wochen würden mehrere Zimmer leer stehen..
    Aber Nein das könnte Ich mir nun nicht vorstellen…
    …..
    Interessant auch, das man zwar darstellt, wie Vorbildlich und Fortschrittlich die Psychiatrie hier im Lände doch wäre, und andere Länder in der Hilfe wesentlich weiter und, oder Vorbildlicher sind.
    ….
    Das Land auf, Land Ab ddas Angebliche Hilfesystem Psychiatrie als ein solches dargestellt wird, und Alternativen so gut wie nicht vorhanden sind, an wem soll das liegen an dern vielen Patienten die so wie es dort wohl gewünscht ist und erwartet werden..?
    Haben Sie sich eigentlich selber noch nicht gefragt, ob das denn alles so richtig sein kann..? Wenn es doch immer mehr werden, dann müssten sie doch evtl. mal ihr System überdenken.. oder sind das alles falsch Fahrer?

    Es klingt alles nach Massenabfertigung..
    Zum Thema Ordnungsmacht sei noch erwähnt.. Es gab in den Letzen Jahre einige Bekannt gewordene Fälle, z.B. Steuerbeamte.. dürfen sie auch an dem schönem Bild der helfenden Psychiatrie glauben..?
    So wie man auch an Stoffwechsel Störungen glauben soll..?
    Oder um sich unliebsame Menschen per Genetischen Defekt aus der Öffentlichkeit zu entfernen?
    ….
    Es gibt genügend Informationen darüber, welche Schäden durch Neuroleptika angerichtet werden, nur leider stehen diese nicht in den Bunten Prospekten, die Medienkompetent aufgearbeitet wurden, diese sind wem es dann interessiert alle im Netz zu finden, und sie sind eben nicht so bunt.. wie so manche PR Texte.
    Gerd Postel den Sie hier erwähnen, hat vor Jahren es geschafft, mit seiner Person ihnen das aufzuzeigen, aber immer noch gilt, je bunter die Prospekte desto schöner …

  9. Das man sich noch die Frage stellt, warum Aktion Mensch die PatVerfü unterstützt, zeigt dann doch schon ein etwas Schräges Bild auf die Hauptamtlichen Insassen der Psychiatrie…

  10. Werte Damen und Herren der Zunft Psychiatrie,
    selbstverständlich weiß ich, wie schwer es fällt, das angelernte Wissen und entsprechende Behandlungen, die bereits seit 100 Jahren vermittelt wurden, zu verändern. Das Umdenken benötigt Reflexion des eigenen Handelns, Beobachtungsgabe, einem Quentchen Weisheit und diverse Aspekte der Menschlichkeit.
    Scheinbar ist Ihr Bezug zur Realität im Laufe Ihrer Tätigkeit verloren gegangen, wie ich aus Ihren Darstellungen entnehmen kann.
    Wie ich den Aussagen entnehmen kann, könnte jedermann davon ausgehen, das die Psychiatrie eine hilfreiche Einrichtung ist, wo die menschliche Vielfalt artgerecht behandelt wird. Ich kann Ihnen jedoch versichern, wenn Sie die gleiche Behandlungen bei Tieren vornehmen würden, hätten Sie den Tierschutz am Hals und Ihre Einrichtungen wären längst geschlossen und Sie säßen im Knast, mit einer dicken fetten Anzeige!!

    Ich gehe davon aus, das Menschen lernfähig sind.

  11. Kein Appetizer, nur ein leckerer Nachschlag:
    Zitat von “oben”:
    “Die beiden werden fixiert und zwangsmediziert. (Obwohl genau gar keine Gefahr von ihnen ausgeht. Fixierung und Zwangsmedikation sind nur dann angezeigt, wenn eine erhebliche Gefahr nicht anders abgewendet werden kann.)”
    Wie naiv sich hier doch gegeben wird – oder fehlt hier etwa tatsächlich die Erfahrung, wie es alltäglich in einer Geschlossenen so zugeht?

    In über 30 Jahren habe ich selbst in Geschlossenen wiederholt gesehen, wie PsychiaterInnen AUSNAHMSLOS weder selbst- noch fremdgefährdende Menschen fixiert und zwangsweise schwach gespritzt haben. Ein lebensbedrohliches malignes neuroleptische Syndrom zu erzeugen hat die PsychiaterInnen dabei nicht gestört.
    In den Akutkliniken, in denen ich gearbeitet habe, hätten wir einen Menschen in solchem Zustand SOFORT auf die Intensiv-Station verlegt, ihn entgiftet und seinen Körper stabilisiert!
    In Zwangspsychiatrien wird – meine Erfahrung – auch mal zu Tode!!! gespritzt, die Tatsache sogleich praktischerweise als Drohung gegen den Rest der Eingesperrten genutzt!

    Unzählige Menschen erleben und beschreiben Zwangspsychiatrie, als das, was es aus eigener Anschauung ist: Qual von Menschen an Menschen verübt in stets stereotyp gleicher Weise, psychiatrische Folter genannt von den so Betroffenen.

    “Na, nu simulieren Se mal nich so!” – O-Ton psychiatrisches Personal:
    Patient, krampft am ganzen Körper, schreit vor Schmerzen.

    “Das kann gar nicht sein!” – O-Ton Psychiaterin auf geschlossener psychiatrischer Station, Situation: Patient, zusammenbrechend, stürzt zu Boden.

    Psychiatrie, “Pfleger”: Sagt nichts, tut nichts, erst mal abwarten, was passiert:
    Patient ist auf dem Flur zusammengebrochen, bewegungsunfähig, kaltschweißig, wimmert. Eine Besucherin, die den Patienten besorgt anspricht, wird schließlich barsch “zurecht”gewiesen. Es dauert 20 Minuten, ehe eine Psychiaterin ins Zimmer huscht, um mal nachzusehen. Die Besucherin (eines anderen Pat.) beobachtet stumm alles auf dem Gang.
    Die Besucherin erhält dauerhaft Besuchsverbot.

    Nur 3 kleine Beispiele – aus über 30 Jahren Beobachtungen gibt es meinerseits noch sehr viel mehr und weit Ungeheuerlicheres zu berichten, Tendenz: Die gewohnheitsmäßig verübten Grausamkeiten nehmen eindeutig stetig zu, man wähnt sich – völlig zu Unrecht – in traditionell befestigter auf’s neue erstarkter Machtposition.

    Logik ist die Basis vernünftigen Denkens. Hier noch einmal ganz langsam durchbuchstabiert:

    Das psychiatrische System basiert in seinem Kern, nämlich in seinem den Gesamtcharakter des psychiatrischen Systems bestimmenden geistigen Zentrum, wesentlich auf Zwang, Gewalt bzw. darauf bezogene Drohung derer Anwendung. Dieses geistige Gesetz gilt für das gesamte psychiatrische System, ohne das dieses nicht so funktionieren und materiellen Profit bringen könnte, wie von den zig Tausenden “Professionellen”, die dem Sytem dienen, genutzt.

    DESHALB der Aufschrei der Psychiaterschaft – sie wissen, oder spüren zumindest an den Randbezirken des Systems, was sie tun und was sie nicht mehr kriegen für ihren Alltagskrieg ohne psychiatrischen Zwang und Gewalt. Außerdem wird die Unwissenschaftlichkeit endlich aller Welt, selbst Hinz und Kunz klar, und sie haben doch vermeintlich gerade Hinz und Kunz am leichtesten weiß machen können, was mit ihnen angeblich nicht stimme und dass sie “brav” dem psychiatrischen Anweisungen zu gehorchen hätten, am besten lebenslänglich, vor allem kritiklos. Das psychiatrische System basiert auf purer Angstmacherei vor etwas, von dem PsychiaterInnen sehr gerne berichten, das sie es “wissenschaftlich” leiiiider noch nicht erklären könnten oder sich ihrer Erklärungsvarianten noch nicht so recht sicher sein dürften. Dann sollten sie mal ein bißchen plötzlich ihre Finger von den Menschen lassen, wenn sie nichts davon verstehen wollen, noch nicht mal davon, wenn ein Mensch vor unnötig ihm bereiteten Schmerzen aufschreit.

    Selbst mein Hund eilt herbei, wen ich vor Schmerzen schreie.

    PsychiaterInnen wollen bis heute den unmündigen, den “führbaren” Patienten – sehr unmodern, wenn man sich die echten Mediziner, sofern sie tatsächlich auf den “mündigen Patienten” aus sind.

    Alle im psychiatrischen System Tätigen lassen sich tagtäglich auf ihr durch sie ebenso tagtäglich zu erhaltendes Zwangssystem ein, doctores verdreherles, die den Sinn des Wortes “Hilfe” in sein Gegenteil pervertieren, gibt es wie Sand am Meer, egal ob sie aus Ignoranz, Berufsunerfahrenheit oder bewusstem Machtdrang agieren, ALLE verdienen ihr tägliches Bares damit.Und tun so, als gäbe es keinen vernünftigeren, besseren Weg der Mitmenschlichkeit im Konfliktfall.

    Die Biologie nennt solche genetischen Konglomerate Schmarotzer.

    Das dritte reich hatte mehr als einen Scheich und hätte auch nicht funktioniert ohne Zwang und Gewalt der Psychiatrie.

    Totalitäre Systeme funktionieren alle so.

    Jedes totalitäre Machtsystem hat stets in maximal einem einzigen winzigen Hirn bzw. dessen Vorstufe begonnen, dieses Faktum wird sich nicht ändern – die Steinzeit lässt grüßen!

    Die Psychiatrie ist ein totalitäres System, in dem es sich zig Tausende Leute, die sich “professionell” wähnen, geistig höchst bequem gemacht haben, viele sehen sich erstaunlicherweise sogar derart verschwistert mit ihren “PatientInnen”, dass sie sich selbst gar ebenso stigmatisiert finden, wie diejenigen, durch die das psychiatrische System in Betrieb gehalten wird – Silberlinge “all inclusive”, zwar nicht in der Weise, wie die UN-Behindertenrechtskonvention das vorschreibt, aber klingt wenigstens äußerlich danach, und der Klang des Geldes verrät am Ende nichts mehr über dessen ursprüngliche Quellen.

    Die “stigmatisierten Psychiater” haben wohl im Freud-Jung-Seminar nicht aufgepasst, wenn es denn überhaupt auch nur einen einzigen psychoanalytisch-angehauchten Schmalspur-Kurs auf ihrer rasant-lässigen Abenteurtour zum “Psychiater für alles Psychisch Ungefällige”, “für”die “Schwierigsten” gegeben haben sollte.
    Übertragung – Gegenübertragung, aber macht ja nix, man muss ja nicht alles wissen, wenn man 2020 ohnehin gleich die ganze Macht hat. Psychiatrische Macht und Geld legitimiert traditionell alles Tun und Lassen. Da muss man sich nicht mehr geistigen Mühen unterziehen, man hat ja die PatientInnen als Anschauungsobjekte geistiger Minderbemitteltheit sicher immer unterhalb der eigenen Blicklinie, mit denen wird nicht diskutiert. Die läßt man eine Stunde mal reden, und dann muss aber auch gut sein. Basta.

    14.000 in Deutschland in Verbänden organisierte PsychiaterInnen wollen mehr Geld für ihr vor der Gesellschaft weitestgehend verborgenes Tun.
    Lt. Wunsch der DGPPN, Jahreskongress 2010 in Berlin, damaliger Präsident Schneider, soll 2020 nur noch die Psychiatrie ALLEINE für ALLE psychischen Belange zuständig sein.

    Ein ideologisch auf “bravissimo” bedachter, kurz: ein braver Psychiater, vor den Spiegel tretend, müsste solch’ Oberstübchenflause korrekterweise als “Größenwahn” betitulieren, würde er mal die Historie befragt haben, auch als denselben bedauerlicherweise uhrwerkartig rezidivierenden zu bezeichnen haben – in der geschlossenen Nomenklatur seiner und dero – wie er – sich als BewahrerInnen und PflegerInnen der gesamten Volksgesundheit auserwählt berufen Erlebenden.

    Da kann es auch nicht verwundern, dass nach dem von der DGPPN 2011 bejubelten Massenauflauf von über 10.000 BesucherInnen auf deren Jahrestagung psychiaterseits getitelt wurde: “Wir sind wieder wer!” – Tenor des Artikels: Tretet ein, die Ihr noch unsicher seid, werdet endlich auch ihr Mitglieder der DGPPN! Es tut auch gar nicht mehr weh. Ohne Risiken und Nebenwirkungen, wegen der zugegeben unangenehmen historischen Vorgeschichte schief angesehen zu sein.

    Die Kombi Macht, Masse und Ideologiegeschwätz hinter hohlen Händen und Stirnen verfügt über eine unrühmliche Tradition in Berlin in besonderer Weise.

    Auch dort war vor Zeiten der Spitzensport für ideologische Zwecke benutzt worden.
    Hatte ich schon als Berliner Kindl gelernt, das den Wuchs der Berliner Mauer erlebt hat und die ich meinem Kleinkind schon gezeigt habe, wie es geht, böse Mauern zu zerkloppen, indem man sie behämmert. Weil sie Werke von sich selbst Behämmernden, also durch Behämmerte entstanden sind. Weil die nämlich andere für behämmert halten, weshalb sie meinen, die sie für behämmert halten, zum Schutz vor Behämmerung durch die für behämmert Gehaltenen, wegmauern zu müssen. Wobei es aber in Wahrheit nur darum ging, die eigenen Leute, die die Behämmerten heimlich für die am schlimmsten Behämmerten hielten, weil die das Land verlassen wollten, wovor die einzig wirklich Behämmerten Angst hatten, ummauern zu müssen.
    Diagnose: Angst vor’m Alleinsein. Nu, ja – so riesen Grundstück und nur so’n paar Hanseln janz allein in der Pampa? Kann man zwar irgendwie verstehen, trotzdem bekloppt, dieser Aufwand. Sag ich mal so als lebenslanges Berliner Kindl.

    Soweit zur Grammatik. Ich habe mal ein paar unzulässige Kommata eingefügt. Ganz freiwillig gefehlt also. Zur besseren Identifikation einzelner Satzteile. Inhaltlich könnte man das grammatische Gerüst noch mit mehr und bunteren Wörtern ausfüllen um eine vermeintlich tiefere Sinnhaftigkeit in Erscheinung treten lassen zu können. Aber – dasselbe trifft auf das psychiatrische System, und auf dasselbe zu: Mehr ist nicht drin nicht drauf,, fängt mensch selbst dran zu denken an.
    Ungeachtet dieser Hohlheit – wie also produziert sich mensch diesenorts?
    Nun kreierte jüngst die DGPPN flugs die “Spitzensportler-Psychiatrie”.
    Und wie wird hier getitelt auf diesem Seitchen?
    “Nina Hagen macht verrückte Dinge” ? Aha, Shit in der Büchs? Der nächste Schritt wäre doch: “Nina Hagen IST verrückt”, nöch, Dottore ? Aber ans Gelbe vom Ei traut “man” sich nich, nee?
    Will da ein ganz Oberschlauer vielleicht im Rückgriff auf kindliche Nachahmungsavancen viellleicht demnächst eine so totaaal spannende, schön viel öffentliche Aufmerksamkeit einbringende “KünstlerInnen-Psychiatrie” etablieren, so im Sinne von:
    Mozart, Bach und Sting, ach Amadeo hatten wir ja schon, kann sich ja Jedermann aus dem www. fischen, die haben doch genug, Schluss mit aufkeimender kollektiver Kreativität, und ein gutes Gehalt muss auch dabei herausspringen?
    Und falls sie malen wollen, dafür haben wir auch schon eine Tradition: Ihre Bilder können sie ja in der Geschlossenen aushängen? Ist ein zufällig ansehnliches oder besonders herausstechendes dabei, dann hängen wir es beim nächsten DGPPN-Kongreß neben ein Bild von einem ebenfalls stigmatisierten Psychiater auf, das sieht dann so einträchtig aus, ob der Psychiatrisierte das will oder nicht?
    Und diese Nina Hagen, diese Künstlerin, dann quasselt die auch noch von Jesus, ach Jott, Nina??
    Das ist doch ein klares Ding?
    Das braucht doch nur eine zarte psychiatrische Andeutung, dann sieht doch das Volk, die hat se nich alle anner Semmel, und die Öffentlichkeit wird psychiatrisch hinreichend belehrt, schleunigst respektvoll Abstand einhalten zu der bedenklich aberrativen Kreatür, ähm, Kreativen – wir wissen doch wohl alle noch: Genie und Wahnsinn… oft sooo dicht beieinander??

    Tragisch und logisch – wie jedes totalitäre System im Endstadium – outet sich nun auch die Psychiatrie im ihrem letzten Aufbäumen, das sie bezeichnenderweise für einen demnächst finanziell einträglichen Aufschwung hält, den die Gesellschaft, weil sie ja nun mal so “psychisch krank” sei, mit ihren Steuergroschen und Kranken- und Pflegekassenbeiträgen zu zahlen habe.

    Na, dann werden wir uns in nur noch wenig Geduld fassen. Mal sehen, auf welche Art diesmal die Wechseltische das Fliegen “lernen”, damit auch die stursten ewig Gestrigen endlich beginnen, ihre Kopfmauern in sich selbst zu entdecken anstatt andere Menschen weiterhin zwangsweise psychopharmaka-aufgerüstet biochemisch im Schleichtempo zu steinigen.

    Wow, übrigens: Welch Titel dieser page: Psychiatrie to go.
    Kalter Kaffee ist alter Kaffee, mag ja nach altem Volksglauben “schön” machen, schön doof aber vielleicht auch.
    Wegkippen heißt die Alternative.
    Alten Kaffee in neue Tassen, klappt nicht, wir lesen: Psychiatry to go. Yes, indeed, Psychiatry has to. GO. Selbst Goliath musste das.
    Und der kleine David, was sagt der:
    Gewalt erzeugt Gewalt, lernt jedes Schulkind.
    Das will das Volk nicht.
    WIR sind das Volk, schon vergessen?
    Der upcoming Präsi regt die kollektive Zellengrau-Power emotional zur rechten Zeit am rechten Ort schon wieder zum Big Swing an, und so geht’s ab, bißchen Psycho-GeRapPel gefällig?:

    Erst standen WIR auf bröckelnder Mauer
    Das machte wenige Politiker sauer
    Verpasste ihnen viele angstkalte Schauer.
    Atemlos wurden manche noch blauer
    als nur mit Schnaps und Bier und Drogen.
    Politik hatte sich ausgelogen.

    JETZT schauen WIR nicht nach hüben noch hinnen
    WIR wollen auf Frieden und Einheit sinnen
    Es wird unsre Freiheit – wie Außen so Innen
    binnen einer Zeit, die uns allen gehört,
    nicht Zwang und Gewalt, die nur immer empört:
    die, die es erleiden, das, was die stets meiden,
    die sich selbst nie wünschen, was sie andern antun!
    Die quälen die Menschen um sich dann gemütlich
    von psychiatrischem Foltern auszuruhn.

    Sie legen anderen Lasten auf, die sie selbst nie tragen würden.
    Sagt der Kleine. Und so was Merkwürdiges von Senfkörnern.
    Es geht auch clever: Christus forever.

    PsychiaterInnen sind geistig stagnierende Leute, von denen geistige Verödung ausgeht, der Grad dieser negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hängt u.a. vom tatsächlichen Wissen über die Folgen ihrer Taten ab. Es gibt auch uninformierte PsychiaterInnen. Doch: wie bei der Etablierung neuer Verkehrsregeln gilt:
    Unwissenheit schützt vor den Folgen des zu beachtenden Wissens nicht.

    Rd. eine Viertel Million Menschen werden jedes Jahr zwangsweise in die geschlossene Psychiatrie in unserem Land eingewiesen?

    PsychiaterInnen verlangen kollektiv, dass psychiatrischer Zwang – wie politisch allerspätestens, seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Deutschland Bundesgesetz geworden ist, erforderlich – selbstverständlich erhalten bleiben soll?

    Die DGPPN verlangt, dass 2020 ALLEIN die Berufsgruppe der PsychiaterInnen für psychische Belange aller Menschen bezahlt werden – äh, sorry – zuständig sein dürfen soll!?

    14.000 PsychiaterInnen versuchen unsere PolitikerInnen mittels ihrer Verbandsvertreter unter massiven Druck zu setzen und fordern mehr Geld, Betten und überhaupt! Niedergelassene PsychotherapeutInnen, mit denen man angeblich ja soooo kollegial vernetzt zusammen gearbeitet hatte, werden für das angestrebte politische Ziel, mit wenigen Worten platt geschrieben: Die Situation im psychiatrischen System sei “viel schlimmer”als bei den niedergelassenen PsychotherapeutInnen?

    Die Psychiatrie habe ein Anrecht auf das ‘mehr Geld’. Meinen die PsychiaterInnen.

    Kommentar: Ja, es ist in der Tat mit der Psychiatrie schlimmer als anderswo.
    Weg mit ihr, weg, weg!
    Wie peinlich, von Außen zeigt sich eine Buddelkasten-Buddelschippen-Szenerie, geistiges Vorschul-Niveau.
    Grotesk. Und solche Leute wollen ein ganzes Volk psychisch “führen”? – “Führen”, “Patientenführung” – ein Lieblingsausdruck in psychiatrischen Gutachten.

    Ihr seid wieder Wer?

    Wir waren schon immer Menschen, auch ohne Euch.
    Ihr könnt Euch bauch-bepinseln, wie immer Ihr wollt, Ihr könnt in den Geschlossenen so lange bleiben, wie Ihr wollt – so lange das Volk nicht dafür ideell und materiell bis zum St. Nimmerleinstag wird bezahlen müssen.

    Sagt Ihnen eine Steuerbürgerin. Keine Niedergelassene.
    Angelika Pasanec, Dipl.-Psych., sich allerdings nicht mehr fremdschämend.
    copyright bleibt selbstverständlich bei mir.

  12. Korrektur Absatz, Text siehe oben:
    PsychiaterInnen verlangen kollektiv, dass psychiatrischer Zwang – dessen Abschaffung politisch allerspätestens erforderlich ist, seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Deutschland Bundesgesetz geworden ist – selbstverständlich erhalten bleiben soll?
    Gesamttext nur mit dieser Korrektur zitierbar.
    Dipl.-Psych. Angelika Pasanec

  13. So paradox es ist: Der Spot gehört in alle Kinos und Wohnzimmer.

    Nicht aggressive Menschen werden gefesselt und mit Nervengiftinjektion sediert. (Botox gegen Falten ist auch ein Nervengift; keiner würde von Medikament sprechen!)

    Weit und breit nichts von Fremd- oder Selbstgefährdung. Weil nur damit die Zurückhaltung rechtlich begründet werden kann, steht das so in den Anträgen auf Unterbringung, die der Richter nach Anhörung des lallenden Betroffenen dann auch genehmigt. Würde der Richter es nicht tun, müßte man Leute der Gefahr der Freilassung im desolaten Zustand aussetzen. Nicht mal eine “psychische Krankheit” muss bekannt sein. Die wird zum Zweck der Eilunterbringung eigens vom Behandler mal schnell aus dem Ärmel gezogen. (Demokratie ist doch auch Gewaltenteilung?)

    Steinert reist durch die Lande und erzählt überall, psychisch Kranke, insbesondere Schizophrene seien potentielle Gewaltverbrecher. Das ist Stigmatisierung und Diskriminierung. Der Spot zeigt – man möchte es nicht für möglich halten – die Realität.

    Und er zeigt ironisch gebrochen, wie es ist, wenn man genötigt wird, sich eine Freiheitslizenz zu besorgen. (Ja, es ist den Teufel mit den Bezlesbub austreiben.)

    Nina Hagen und AKTION MENSCH stehen genau auf der richtigen Seite. Fesselung und Giftspritzen sind Vergewaltigung des Individuums durch eine Berufsgruppe der Besserwisser. Das, was da hinter den Kulissen abgeht, ist ein höchst unnützes Therapieren. Weg frei für Geistesfreiheit. (Übrigens ist Geistesfreiheit geradezu erforderlich für das Funktionieren des Staatssystems der freiheitlichen Demokratie, so das Bundesverfassungsgericht 1956.)

  14. Ganz so abwegig sind die Szenen, die im Video gezeigt werden nicht. Eine angeblich “Eigen- und Fremdgefährdung” fantasieren Psychiater immer hin, wenn es sein muß. Und ein “passende” psychische Krankheit auch. Und wer keine Symptome zeigt, der “dissimuliert”.

    Das mit dem Fixieren und Abspritzen wird ebenfalls häufig gemacht, auch ohne daß jemand randaliert oder ähnliches. Tausende Psychiatrie-Überlebende können davon berichten.

    Wer als Außenstehender mal einen Einblick darin haben will, wie es in einer typischen Psychiatrie so zugeht, dem empfehle ich den Dokumentarfilm “Alltag in der Psychiatrie”.

  15. Ist der Kommentar schon wieder ins grüne Internetloch gefallen.
    Es wird Zeit, dass das Internet repariert wird. Diese Löcher sind echt blöd.
    ständig fallen Kommentare rein.

    Sehr geehrter Herr Leitender Oberpsychiater.
    Es ist nicht nur die, die sie fälschlicherweise als “klein” bezeichnen Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrene, die hinter Patverfue.de Steht sondern mehrere Organisationen
    Siehe:

    http://www.patverfue.de/herausgeber

    Es sind auch nicht die Klischees der siebziger Jahre sondern es ist grausame Realität im Jahr 2012
    siehe

    http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/-/id=3477354/did=9265138/pv=video/nid=3477354/q9lbkr/index.html

    Selbst und Fremdgefährdung werden in Fällen zusammengedichtet.
    Und wenn der Richter kommt, ist der Patient meist schon so abgefüllt, dass er kein klares Wort mehr sagen kann.

    Realer Fall 2011
    Man jemanden, nur weil er nicht mit den Kaffeesatzlesern reden wollte, angedichtet er würde Stimmen hören, dass er nicht reden darf. Als Eigengefährdung hat man eine Eigenverletzung am Bein behauptet, von der man im späteren Schadensersatzprozess nicht mal sagen konnte an welchem Bein Sie war und damit ein PsychKG erwirkt.
    Den Vogel hat man abgeschossen, in dem man einen Tag nachdem man eine Betreuung nach Dringlichkeit beantragt hat weil der Patient angeblich nicht zustimmungsfährig wäre und eine dringende Behandlung notwendig wäre, das PsychKG hat aufheben lassen und der gleiche Arzt dem Patienten zustimmungsfähigkeit attestiert hat, nachdem ich beim Ärztlichen Direktor der Kaffeesatzleseanstalt auf dem Schreibtisch stand.
    Nicht unerwähnt soll bleiben, dass man sich nicht an eine vorliegende Patientenverfügung gehalten hat und dem Patienten Nervengifte verabreicht hat bei dem man bei einem früheren Aufenthalt, in der gleichen Klinik ein malignes neuroleptisches Syndrom produziert hat.
    Die Klinik ist im Übigen ganz in Ihrer Nähe. Auch ein Christliche.

    Realer Fall 2003
    Ein Mensch bringt sich um nachdem man ihm
    ein Antidepressivum
    ein Neuroleptikum
    und ein Benzo
    gleichzeitig verabreicht hat und er die Nebenwirkungen nicht mehr erträgt

    ich kenn noch weitere Reale Fälle.

    Im übrigen wäre es interessant zu wissen warum die Zwangseinweisungsquote in Köln, wo Sie arbeiten, etwa sieben mal so hoch ist wie in Bochum oder Herne

    http://www.derwesten.de/waz/zwangseinweisungen-in-die-psychiatrie-nehmen-zu-id506009.html

    Oder sind die Kölner alle jeck ?

    Im Moment läuft es etwas dumm für das Kaffeesatzlesesystem Psychiatrie :-) )
    Keiner hat sie mehr lieb
    Das Verfassungsgericht nicht.
    Die Gerichte nicht.
    Die Bundesjustizministerin nicht
    Die Aktion Mensch nicht
    Nina Hagen nicht
    und die Betroffen sowieso noch nie

    zum Schluss noch ein Sahnehäubchen auch aus einer “christlichen” Klinik wie der Ihren:

    http://www.kkenw.de/fileadmin/kken/stellenanzeigen/11/sonst/111201_Sitzwachen.pdf

    Dipl.-Psych. Johannes Georg Bischoff.

    Ich mach den Kommentar mal ein bischen größer. Vielleicht fällt der dann nicht mehr in das grüne Internetloch.

    Da haben sich doch tatsächliche ein paar Oberleitende Ober OberOber Psychiater über diesen Spot bei der Aktion Mensch beschwert und behauptet das was da im Film passiert würde in der Realität gar nicht vorkommen. Die haben einfach die Aktion Mensch angelogen. Vielleicht kriegen sie jetzt ja ein Lange Nase. Oder kurze Beine. oder beides. Das würde ihnen ganz Recht geschehen.

    http://www.bdk-deutschland.de/aktuelles/aktuelles-allgemein/505-stellungnahme-zum-kinospot-mit-nina-hagen-zur-patientenverfuegung

  16. Ist der Kommentar schon wieder ins grüne Internetloch gefallen.
    Es wird Zeit, dass das Internet repariert wird. Diese Löcher sind echt blöd.
    ständig fallen Kommentare rein.

    Sehr geehrter Herr Leitender Oberpsychiater.
    Es ist nicht nur die, die sie fälschlicherweise als “klein” bezeichnen Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrene, die hinter Patverfue.de Steht sondern mehrere Organisationen
    Siehe:

    http://www.patverfue.de/herausgeber

    Es sind auch nicht die Klischees der siebziger Jahre sondern es ist grausame Realität im Jahr 2012
    siehe

    http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/-/id=3477354/did=9265138/pv=video/nid=3477354/q9lbkr/index.html

    Selbst und Fremdgefährdung werden in Fällen zusammengedichtet.
    Und wenn der Richter kommt, ist der Patient meist schon so abgefüllt, dass er kein klares Wort mehr sagen kann.

    Realer Fall 2011
    Man jemanden, nur weil er nicht mit den Kaffeesatzlesern reden wollte, angedichtet er würde Stimmen hören, dass er nicht reden darf. Als Eigengefährdung hat man eine Eigenverletzung am Bein behauptet, von der man im späteren Schadensersatzprozess nicht mal sagen konnte an welchem Bein Sie war und damit ein PsychKG erwirkt.
    Den Vogel hat man abgeschossen, in dem man einen Tag nachdem man eine Betreuung nach Dringlichkeit beantragt hat weil der Patient angeblich nicht zustimmungsfährig wäre und eine dringende Behandlung notwendig wäre, das PsychKG hat aufheben lassen und der gleiche Arzt dem Patienten zustimmungsfähigkeit attestiert hat, nachdem ich beim Ärztlichen Direktor der Kaffeesatzleseanstalt auf dem Schreibtisch stand.
    Nicht unerwähnt soll bleiben, dass man sich nicht an eine vorliegende Patientenverfügung gehalten hat und dem Patienten Nervengifte verabreicht hat bei dem man bei einem früheren Aufenthalt, in der gleichen Klinik ein malignes neuroleptisches Syndrom produziert hat.
    Die Klinik ist im Übigen ganz in Ihrer Nähe. Auch ein Christliche.

    Realer Fall 2003
    Ein Mensch bringt sich um nachdem man ihm
    ein Antidepressivum
    ein Neuroleptikum
    und ein Benzo
    gleichzeitig verabreicht hat und er die Nebenwirkungen nicht mehr erträgt

    ich kenn noch weitere Reale Fälle.

    Im übrigen wäre es interessant zu wissen warum die Zwangseinweisungsquote in Köln, wo Sie arbeiten, etwa sieben mal so hoch ist wie in Bochum oder Herne

    http://www.derwesten.de/waz/zwangseinweisungen-in-die-psychiatrie-nehmen-zu-id506009.html

    Oder sind die Kölner alle jeck ?

    Im Moment läuft es etwas dumm für das Kaffeesatzlesesystem Psychiatrie :-) )
    Keiner hat sie mehr lieb
    Das Verfassungsgericht nicht.
    Die Gerichte nicht.
    Die Bundesjustizministerin nicht
    Die Aktion Mensch nicht
    Nina Hagen nicht
    und die Betroffen sowieso noch nie

    zum Schluss noch ein Sahnehäubchen auch aus einer “christlichen” Klinik wie der Ihren:

    http://www.kkenw.de/fileadmin/kken/stellenanzeigen/11/sonst/111201_Sitzwachen.pdf

    Dipl.-Psych. Johannes Georg Bischoff.

    Ich mach den Kommentar mal ein bischen größer. Vielleicht fällt der dann nicht mehr in das grüne Internetloch.

    Da haben sich doch tatsächliche ein paar Oberleitende Ober OberOber Psychiater über diesen Spot bei der Aktion Mensch beschwert und behauptet das was da im Film passiert würde in der Realität gar nicht vorkommen.

    http://www.bdk-deutschland.de/aktuelles/aktuelles-allgemein/505-stellungnahme-zum-kinospot-mit-nina-hagen-zur-patientenverfuegung

    Die haben einfach die Aktion Mensch angelogen.
    Siehe:
    http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/-/id=3477354/did=9265138/pv=video/nid=3477354/q9lbkr/index.html

    und

    http://www.zfp-web.de/832.html

    Vielleicht kriegen sie jetzt ja ein Lange Nase. Oder kurze Beine. oder beides.

  17. Jetz ist ja der Link auf einmal wieder da, und die Kommentare auch.
    Ich glaube da hat einer das grüne Internetloch repariert.
    Da haben sich ja meine Beschwerden echt gelohnt.
    Steter Tropfen höhlt den Stein.

    • Das “Internetloch” ist nicht repariert, denn es fehlen die Kommentare von “Ralf Wieland” und “Winfried Kabohl”.

      Hier ist nochmal der von

      “Ralf Wieland” vom 12. März 2012 um 19:25:

      “Sehr geehrter Herr Doktor,

      schön, dass Sie sich den Spot so aufmerksam angeschaut haben. Schade nur, dass er Ihnen nicht geholfen hat, Ihr psychiatrisches Wolkenkuckucksheim mal für einen Moment zu verlassen und dabei zu bemerken, dass das, was Sie vermutlich täglich tun, nichts anderes ist, als Menschen mit Gewalt eine Dienstleistung aufzuzwingen, die diese ganz offensichtlich nicht wollen und sie (und all die anderen Kassenmitglieder und Steuerzahler) für diese Vergewaltigung dann auch noch zur Kasse zu bitten.

      Und Sie würden vielleicht bemerken, dass Ihnen und Ihren gewaltbereiten Kollegen und Kolleginnen gerade mächtig der Wind ins Gesicht weht. Die gesetzlichen Regelungen zur Patientenverfügung waren erst der Anfang einer Entwicklung, an deren Ende sich kein “unabhängiger Richter” mehr finden wird, dem Sie die Verantwortung für Ihr Handeln und seine Konsequenzen zuschieben können.

      Lesen Sie sich noch mal den Bericht der Kommentatorin Heike durch. Die hat Ihnen nämlich etwas aus dem wirklichen Leben zu erzählen. Vielleicht können Sie doch noch was dazulernen.

      Gerade als Mediziner sollten Sie m. E. mit dem Patientenverfügungsgesetz vertraut sein. Dann unterlaufen Ihnen auch nicht die in Ihrem Artikel offenbarten Irrtümer hinsichtlich der Untersagung von Untersuchungen mittels einer Patientenverfügung.

      Hier noch mal der entsprechende Paragraph:

      § 1901a BGB
      (1) Hat ein einwilligungsfähiger Volljähriger für den Fall seiner Einwilligungsunfähigkeit schriftlich festgelegt, ob er in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen seines Gesundheitszustands … einwilligt oder sie untersagt (Patientenverfügung), prüft der Betreuer, ob diese Festlegungen auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen. Ist dies der Fall, hat der Betreuer dem Willen des Betreuten Ausdruck und Geltung zu verschaffen. …
      http://dejure.org/gesetze/BGB/1901a.html

      Falls Sie in Ihrer Institution nicht der Einzige sind, bei dem hier Bildungsbedarf besteht: die Herausgeber der Patientenverfügung PatVerfü helfen Ihnen mit maßgeschneiderten Veranstaltungen. Nähere Informationen finden Sie hier: http://www.patverfue.de/veranstaltungen

      Prof. Dr. Dr. Zwanglos”

  18. Schau an schau an, auch der Artikel selbst (wie auch deses Blog) ist einem “Wandel” unterworfen!

    Aus der Kampagne “einer kleinen Gruppe” ist nun eine Kampagne “einer kleinen Gruppe, die sich Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Psychiatrie-Erfahrener e.V. nennt,” geworden.

    Schau an, schau an.

  19. Und da auch der Link zur Bundesdirektorenkoferenz wider da ist (sein darf) soll hier auch nochmal der diesbezügliche Kommentar von “Winfried Kabohl” vom 13. März 2012 gepostet werden (abzüglich des Namens des Herrn Leitender Oberpsychiater):

    “Winfried Kabohl 13. März 2012 um 23:35

    @ Leitender Ober”arzt” Dr. XXX XXXXXX:

    “Eine neue Kampagne einer kleinen Gruppe, die sich Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Psychiatrie-Erfahrener e.V. nennt, …”

    Wenn Sie meinen … und es Ihnen hilft.

    Danke für den netten Link!
    Sehr informativ!

    Insbesondere die dort kurz erwähnte “Geschichte der Psychiatrie”, die hier von den beiden Herren Professoren und dem Herrn Ober”arzt” aus Baden-Württemberg zurechtgestutzt wird auf das:
    “menschenunwürdige” Verwahren psychisch Kranker in überfüllten Heilanstalten ohne adäquate fachliche Versorgung und meist ohne Aussicht auf Entlassung”.

    Über das medizinische Massenmorden, der von ihrer Profession ausging und durchaus auch zu einem Teil der Geschichte der Psychiatrie hier in der BRD gehört, schweigen sich diese Herren lieber aus.

    Vielsagend, sehr vielsagend.

    Auch geil, ist der nächste Satz:
    “Genauso wie psychisch Kranke mit einem Stigma zu kämpfen haben, ist auch die Psychiatrie aus diesen Gründen unverändert stigmatisiert.”

    Da meinen also zwei Professoren für Psychiatrie und einer ihrer “Oberärzte”, ihre eigene Profession wäre aus dem Grunde “stigmatisiert”, weil sie selbst, oder ihre Vorgänger, Menschen “meist ohne Aussicht auf Entlassung” eingesperrt, “menschenunwürdig verwahrt” und nach Gutdünken “behandelt” haben.
    Völliger Unsinn ist auch das mit “ohne adäquate fachliche Versorgung”.
    Denn genau sie, oder ihre Vorgänger, also “Fachleute” ersten Ranges, warenes ja, die das zu verantworten haben.

    Nochwas zur “Stigmatisierung”:
    Da starten die Psychiater der Welt (WPA) also eine sogenannte “Antistigma-Kampagne” um “psychische Krankheiten” salonfähig zu machen und ihr biologisches Krankheitsbild zu verfestigen – vorgeblich aber um das Stigma der “gefährlichen Irren” zu bekämpfen – und, jetzt kommts raus, dass sie nur ihr eignes Stigma zu beseitigen versuchten.

    Vielsagend, sehr vielsagend.

    [So, und jetzt bin ich aber mal gespannt, ob Sie, Herr Dr. XXX XXXXXX, diese meine Meinung so hier auch stehen lassen.]“

  20. Hallo Jan,

    fachlich hab ich aktuell nichts beizutragen – obwohl ich die grundsätzliche Idee der PatVerfü prinzipiell interessant finde – aber es wäre schön, wenn du die Kommentare nicht nur freischaltest und aus dem Hintergrund moderierst, sondern auch inhaltlich zu den angesprochenen Themen Stellung nehmen würdest.

    Grüße

  21. Hallo Jan,

    inhaltlich habe ich aktuell nichts beizutragen – obwohl ich die Idee der PatVerfü prinzipiell interessant finde – aber ich würde es sehr schätzen, wenn du dich inhaltlich bei Gelegenheit zu den Kommentaren äußern würdest: Der Kommentarverlauf wirkt sonst leider sehr einseitig und du als Person desinteressiert…

    Grüße

  22. Ohhhh. Schau an, die Beiträge werden ja nicht mehr zensiert:

    Fehlerteufel:

    Schau an schau an, auch der Artikel selbst (wie auch deses Blog) ist einem “Wandel” unterworfen!

    Aus der Kampagne “einer kleinen Gruppe” ist nun eine Kampagne “einer Gruppe, die sich Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Psychiatrie-Erfahrener e.V. nennt” geworden.

    Schau an, schau an.

  23. @Markus:
    “inhaltlich habe ich aktuell nichts beizutragen [...] würde es sehr schätzen, wenn du dich inhaltlich bei Gelegenheit zu den Kommentaren äußern würdest: Der Kommentarverlauf wirkt sonst leider sehr einseitig und du als Person desinteressiert…”

    Dann schreib’ Du doch mal was von der “anderen Seite”.
    Schreibst wohl nur groß… ??

  24. @Lochflicker:

    nein, ich verwende auch Kleinschreibung, weil GROSSSCHREIBUNG ALLEINE NICHT SO SCHÖN AUSSIEHT…von welcher “anderen Seite” soll ich deiner Meinung nach “was schreiben”?

  25. @ Markus:
    Ich darf Dir leider nicht mehr antworten.
    Hab’s schon zweimal probiert.

    Meine Antworten bitte bei’m Blogbetreiber erfragen.

    Lochflicker

  26. Das Problem ist: Es werden keine Klischees dargestellt, sondern die Realität. Ich kenne genug Leute, die durch die Psychiatrie engültig zerstört wurden. Wenn sie etwas ablehnten, wurde ihnen das als Symptom ausgelegt und Zwang und Gewalt angewendet. Auf übelste Weise. Hilfe findet man in einer Psychiatrie nicht, wenn man nicht freiwillig dort ist. Und selbst, wenn man freiwillig oder “freiwillig” dort ist, ist man Gewalt und Zwang ausgesetzt.
    Die Patienten sind ja “krank” und “nicht zurechnungs- und denkfähig”, also müssen die Ärzte für sie denken.
    Es ist wirklich ein Armutszeugnis, wie betriebsblind die Ärzte heute immer noch sind und wie wenig der Mensch zählt.

  27. Werte LeserInnen,

    als ltd. Pflegekraft in der Psychiatrie möchte ich mich zu einigen Eindrücken aus den vorangegangenen Statements äußern. Ich habe nun 11 Jahre Berufserfahrung auf einer Akutstation. Ich bin als Psychiatrie Kritiker zu diesem Berufsfeld gekommen – ja, mit dem Ansinnen etwas zu verändern und zu bewegen. Mit mir arbeiten, das kann ich behaupten, viele weitere Pflegekräfte, Therapeuten und Ärzte, denen das Wohl der Menschen am Herzen liegt. Mir sind die Bemühungen in der Psychiatriegeschichte bekannt, zu reformieren, Einrichtungen abzuschaffen und die Türen zu öffnen. Mit ist ebenso bekannt, wie unentbehrlich Psychiatrie für eine Gesellschaft ist.

    Die 68er Bewegung hat sympatischerweise Psychiatrie Häuser gestürmt und die Bewohner “befreit”. Die Sozialpsychiatrie verschuf sich Anerkennung und es gab Ansätze Psychiatrie Häuser zu schließen. Trotzdem folgte die Erkenntnnis: Es geht nicht ohne.
    Betroffene fanden sich z.T. wieder in den WG´s der 70er, in denen dann die erhoffte Toleranz gar nicht herrschte. Man war überfordert im Umgang mit psychischen Erkrankungen.
    Es folgte die “Entnazifizierung” der Psychiatrien in den 70ern. Viel zu spät. Psychiater der Nazi Zeit wurden erst jetzt für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen. Es kam die Psychiatrie Enquete, mit vielen positiven, kreativen Veränderungen für Patienten, aber auch für das Personal.

    Wogegen ich mich wehre: Pauschalisiert der Vorwurf, man wolle Macht ausüben. Wofür? Wem sollte diese Macht dienen? Nein. Es arbeiten hier keine Sados
    Im Gegenteil – es sind ambitionierte Leute, die viel Engagement zeigen um eine gute Therapie zu ermöglichen, die dem Patienten mehr Gesundheit und Lebensqualität wiederbringen soll.

    Bei Fixierungen muß es immer um Sicherheit gehen. Und deshalb kann und darf eine Fixierung nur bei einer Selbst- oder Fremdgefährdung ausgesprochen werden. Eine Rechtsgrundlage ist der sogenannte Notstandsparagraph:
    http://www.psychiatrie-aktuell.de/bgdisplay.jhtml?itemname=rechtsgrundlagen_fixierung

    Ich könnte viele Beispiele nennen, die diese Maßnahme gerechtfertigten. Dies geschah in erster Linie zum Wohle des Patienten.
    Momente, die zu Fixierungen führten:
    Schläge gegen Personal, teils mit Androhung jemanden zu töten. Drohen mit Waffen. Unter Drogeneinfluß Todesdrohungen und gewalttätige Handlungen. Massive, akute Suizidalität. Vor kurzer Zeit – ein Besucher der eine Frau aufsuchen wollte, die er als Stalker verfolgte, bedrohte Personal mit einem Messer, wollte Ärzte, Pfleger “aufschlitzen”.
    Nein, es werden keine Handschellen, Zwangsjacken oder Knüppel getragen. Diese Vorstellungen herrschen bei dem ein oder anderen noch vor. Wir sind in zivil gekleidet, groß, klein, dick und dünn, Frau und Mann. Pflegekräfte, die auch Gewalt ausgesetzt sind.

    Viele dieser gewaltbereiten PatientInnen würden straffällig, würden sie diese Handlungen zu Hause oder am Arbeitsplatz in dieser Weise ausführen. Tatsächlich äußert die Justiz bei Anzeigen gegen gewalttätige Patienten, es handele sich um “häusliche Gewalt”. Da diese Taten aber in den meisten Fällen krankheitsbedingt sind, fühlt sich Psychiatrie für diese Menschen verantwortlich und behandelt sie, manchmal gegen ihren Willen mittels einer “Unterbringung”. Der Großteil der Behandelten auf einer Akutstation begibt sich freiwillig in die Behandlung, bleibt freiwillig bis zur Entlassung. Ziel ist immer eine Entlassung in ein soziales Umfeld, das der Patient sich wünscht und in dem er leben kann.
    Es findet immer wieder eine Beziehungsgestaltung auch mit gewaltbereiten Menschen statt. All diejenigen, die mit diesen Menschen arbeiten, wissen, was ich meine, wenn ich sage, daß dies eine große Belastung darstellt und viel Empathie seitens des Personals erfordert.
    Nun meine Kritik an der aktuellen Pschiatrie:
    Aufgrund erhöhten Kostendrucks und des allgemeinen Trends zu Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist das Personal zunehmenden Belastungen ausgesetzt. Es darf nicht sein, daß aufgrund personellen Mangels potentiell aggressive Patienten, suizidale oder sturzgefährdete Menschen fixiert werden, weil es an Personal mangelt, das diese Menschen beaufsichtigt und deeskaliert. Es gibt wohl zunehmend eine Relevanz des Verhältnisses zwischen Personalaufwand und Fixierungshäufigkeit.

    Ich sehe sämtliche Privatisierungsbemühungen von psychiatrischen Krankenhäusern deshalb als großen Rückschritt für die Sozialpsychiatrie und damit für die Betroffenen. Es darf nicht sein, daß Bilanzergebnisse Grund für Freiheitsentzug werden. Und bei jeder Fixierung handelt es sich um einen Freiheitsentzug.
    Vielleicht ist eine “PatVerfü” ein probates Mittel, sich gegen Psychiatriebehandlung zu wehren. Verbesserung der Persönlichkeitsrechte ist zu begrüßen. Sie könnte aber auch eine lebensgefährliche Verschlechterung des Gesundheitszustands in sich bergen. Betroffene können dies in einer Akutphase häufig nicht mehr einschätzen.

    Ich hoffe, der Diskussion einen Aspekt hizugefügt zu haben.
    Mit besten Grüßen

    PS: Eine sachliche Diskussion verträgt verschiedene Meinungen. Polemik oder Beleidigungen halte ich für kontraproduktiv.

  28. [...] Idee für diesen Blog entstand nach dem ein Kölner Oberpsychiater in seinem Blog “Psychiatrie to go“  den PatVerfü-Spot mit Nina Hagen kommentierte und kritische Beiträge [...]

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