8 Kommentare

Der Patverfüe Kinotrailer hat einen neuen Abspann…

Ich hatte hier bereits einmal über den spot zur Patverfue berichtet.

Die Aktion Mensch hat sich inzwischen in diesem Brief vom Spot distanziert. Im Abspannt erscheint das Logo der Aktion Mensch nun nicht mehr.

Siehe auch:

http://www.zwangspsychiatrie.de/2012/04/warum-der-patverfue-spot-einen-neuen-abspann-erhalten-hat/

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8 comments on “Der Patverfüe Kinotrailer hat einen neuen Abspann…

  1. Das ist allerdings deutlich, Zitat aus dem Brief der Psychiatrie-Erfahrenen:
    “Zuletzt möchten wir aber noch einen Punkt kommentieren, der an unverfrorener Boshaftigkeit kaum mehr zu übertreffen ist: Die DGPPN verlangt in ihrem Brief mit der Unterschrift ihres Präsidenten Prof. Dr. Peter Falkai, dass sich die Aktion Mensch bei den „psychisch Kranken“ dafür entschuldigen solle, dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg 4000,- € gegeben zu haben. Und das dafür, dass damit eben diese „psychisch Kranken“ in einem Sozialspot über die Möglichkeiten aufklären können, wie Menschen sich mit einer geeigneten Patientenverfügung gegen jegliche gewaltsamen Übergriffe von eben diesen Psychiatern schützen und sie rechtswirksam unterbinden können. Das wäre an sich nur eine völlig absurde, verwirrte Forderung, wenn verlangt wird, dass sich jemand bei der Gruppe der Geförderten dafür entschuldigen soll, dass er ein Projekt von Menschen aus dieser Gruppe fördert. Wenn man aber zusätzlich zur Kenntnis nehmen muss, dass gerade dieser Präsident Peter Falkai den Weltkongress psychiatrischer Genetik im Oktober 2012 in Hamburg vorbereitet, dann wird offensichtlich, dass Peter Falkai jemand ist, der aktiv die Erbhygiene bewirbt – eine Scheinwissenschaft, die in Deutschland den ideologischen Rechtfertigungsvorwand vom “ewigen psychisch Kranken” für den systematischen Massenmord von 1939-49 gegeben hat. Da liegt es nahe, eine Analogie zu diesem Bonmot zu sehen: “Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.”[4] Genauso werden die deutschen Psychiater auch den angeblich “Geisteskranken” nie verzeihen, was sie diesen angetan haben.

    Eine solche Sichtweise schafft den Zugang, wie man diesen von der DGPPN selbst veröffentlichten Brief zu verstehen hat: Als den schändlichen Versuch einer Verdrehung von Tätern und Opfern – nicht trotz, sondern wegen der aktiven Beteiligung dieser Profession am systematischen Massenmord.”

    Johann van Leyden

  2. Das ist deutlich, Zitat aus dem Brief der Psychiatrie-Erfahrenen:

    “Zuletzt möchten wir aber noch einen Punkt kommentieren, der an unverfrorener Boshaftigkeit kaum mehr zu übertreffen ist: Die DGPPN verlangt in ihrem Brief mit der Unterschrift ihres Präsidenten Prof. Dr. Peter Falkai, dass sich die Aktion Mensch bei den „psychisch Kranken“ dafür entschuldigen solle, dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg 4000,- € gegeben zu haben. Und das dafür, dass damit eben diese „psychisch Kranken“ in einem Sozialspot über die Möglichkeiten aufklären können, wie Menschen sich mit einer geeigneten Patientenverfügung gegen jegliche gewaltsamen Übergriffe von eben diesen Psychiatern schützen und sie rechtswirksam unterbinden können. Das wäre an sich nur eine völlig absurde, verwirrte Forderung, wenn verlangt wird, dass sich jemand bei der Gruppe der Geförderten dafür entschuldigen soll, dass er ein Projekt von Menschen aus dieser Gruppe fördert. Wenn man aber zusätzlich zur Kenntnis nehmen muss, dass gerade dieser Präsident Peter Falkai den Weltkongress psychiatrischer Genetik im Oktober 2012 in Hamburg vorbereitet, dann wird offensichtlich, dass Peter Falkai jemand ist, der aktiv die Erbhygiene bewirbt – eine Scheinwissenschaft, die in Deutschland den ideologischen Rechtfertigungsvorwand vom “ewigen psychisch Kranken” für den systematischen Massenmord von 1939-49 gegeben hat. Da liegt es nahe, eine Analogie zu diesem Bonmot zu sehen: “Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.”Genauso werden die deutschen Psychiater auch den angeblich “Geisteskranken” nie verzeihen, was sie diesen angetan haben.

    Eine solche Sichtweise schafft den Zugang, wie man diesen von der DGPPN selbst veröffentlichten Brief zu verstehen hat: Als den schändlichen Versuch einer Verdrehung von Tätern und Opfern – nicht trotz, sondern wegen der aktiven Beteiligung dieser Profession am systematischen Massenmord.”

    Shrinkbuster

    • Weder Prof. Falkei noch irgendein anderer Psychiater betreiben irgend eine Art von Erb-Genetik. Genetische Forschung wird betrieben, um Erkrankungen besser zu verstehen und dadurch besser behandeln zu können.

      Die Vertreter der Psychiatrie sind sich aber sehr wohl bewußt, welche unvorstellbaren, grausamen Dinge andere Psychiater während des Nazionalsozialismus begangen haben. Die Aufarbeitung dieser Geschehnisse ist eine Aufgabe aller Psychiater und aller Deutschen. Sie wird es auch immer bleiben.

      • Nun, psychiatrische Genetik “um Erkrankungen besser zu verstehen und dadurch besser behandeln zu können”, ist genau das, was Prof. Karl Bonhoeffer, Prof. Max de Crinis, Prof. Carl Schneider und wie sie alles heißen mögen (nachzulesen bei Erst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich: Karrieren vor und nach 1945), betrieben haben.
        Es war in Deutschland ab 1949 die Rechtfertigungsideologie für den systematischen medizinischen Massenmord durch die Gaskammer und mit anderen Mordmethoden.

        Wenn man das Thema auch nur antippt, sofort drehen die Psychiater das Mandra des Vergessens, um “Erinnern” vorzutäuschen.

        Shrinkbuster

  3. Korrektur, richtig ist: …Es war in Deutschland ab 1939 die Rechtfertigungsideologie für den systematischen medizinischen Massenmord durch die Gaskammer und mit anderen Mordmethoden….

  4. Solange bei eineiigen Zwillingen nicht bei beiden die wie immer geartete Störung von nicht mehreren Forschergruppen in gesicherter Unabhängigkeit am Erbgut festgemacht werden kann, solange ist die psychopathologische Vorgehensweise völlig ungeeignet, irgendetwas Verlässliches über Vererbung oder Ursachen von Störungen auszusagen. Nicht mehrere Genome sind mit einander zu vergleichen, sondern eins unter verschiedenen Gesichtspunkten. Solange noch zuviel Mycoplasmen-Verunreinigungen da sind, ist alles im Bereich des Spekulativen. Handwerklich gute Befassung mit den Störungen ist von Nöten und nicht die poetische Begriffsabstimmung. Behandeln sie den nicht schon heute nicht aufgrund von Syndromen sondern Symptomen mit ihren Rezeptorprofil-Substanzen? Das Prinzip ist richtig, nur nicht die Hypothese, die Ausgang dieser Entwicklung gewesen ist.

  5. Trotzdem: PatVerfue ist eine gute Aktion. Die Geschichte von den immer guten Psychiatern, die ihren Patienten nur gutes wollen und niemals Irren ist einfach falsch. Wenn man sich allein mal vor Augen hält wie viel an den Diagnosekriterien für Psychosen und Persönlichkeitsstörungen Interpretationssache ist, kann man froh sein, dass jemand die Idee und die Durchhaltekraft hatte sowas wie PatVerfue auf die Beine zu stellen. Von Betriebsblinden Fachärzten will ich gar nicht anfangen. Zwangspsychiatrisiert werden ist kein Spaß. Schade, dass sich die Aktion Mensch in dieser Sache umwerfen lassen hat.

    • Von dem Schriftstück kursiert eine reichsdeutsche Fassung, gewerblicher Markenschutz ist fehl am Platz in Angelegenheiten der persönlichen Willensbildung.

      Der Spot ist über die Maßen gut und treffend, am Produkt (welches in Sozialangelegenheiten nicht gegen darf) haperts.

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